Aktuelles

Erneute Einwendungen zur Planung der Ortsumgehung Pflaumheim

Sie sehen mit dem Bau einer Ortsumgehung auch neue Probleme kommen?

Dann: Nutzen Sie die Möglichkeit

Einwendungen zur Planung der Ortsumgehung Pflaumheim zu erheben

Wir möchten Sie mit diesem Schreiben über den aktuellen Verfahrensstand der Planung der Ortsumgehung Pflaumheim informieren. Derzeit findet eine erneute öffentliche Auslegung der geänderten Planunterlagen im Rathaus statt. Im Bachgau-Boten vom 26.04.2018 wurde dies öffentlich bekannt gegeben. Die Planunterlagen sind auch auf der Homepage der Regierung von Unterfranken (https://www.regierung.unterfranken.bayern.de/aufgaben/4/12/02493/index.htm) einzusehen. Bis zum 29.06.2018 können Einwendungen zu den Plänen eingereicht werden. Ob ein weiterer Erörterungstermin durchgeführt wird, ist noch nicht entschieden.

Wir sprechen uns seit Anbeginn der Planung gegen die gewählte Trassierung aus, weil

  • diese zu einem enormen Flächenverbrauch führt,

  • erhebliche Lärmprobleme für die ortsrandnahe Wohnbebauung verursacht werden,

    die Naherholungsqualität verloren geht,

  • überörtlicher Verkehr angezogen wird und zu einer zusätzlichen Belastung führt, u.a. auch für die Ortsteile Großostheim und Wenigumstadt,

  • unter Naturschutz stehende Gebiete im „Bayerischen Odenwald“ und im Bereich

    „Alte Bahnlinie“ durchschnitten und damit unwiderruflich zerstört werden,

  • die Zerstörung der Lebensräume von streng geschützte Arten (Fledermäuse, Steinkauz, u.a.) in Kauf genommen wird,

  • die Fragen im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz nicht geklärt sind,

  • die Kosten für den Bau der Straße und die Folgekosten (u.a. für die Erkundung von Bodendenkmälern oder für den Hochwasserschutz) nicht dargelegt werden,

  • der Radverkehr bei der Planung ignoriert wird,

  • die zukünftige Entwicklung des Verkehrs (alternative Antriebstechniken, öffentlicher Nahverkehr, Radwegenetz, Verkehrsplanung in Mömlingen) nicht ausreichend mit einbezogen wird.

  • auch nach dem Straßenbau weiterhin ca. 5000 Pkw durch den Ortskern fahren werden,

Die Verkehrsprobleme im Ort können durch eine Ortsumgehung nicht wirklich gelöst werden. Dafür soll eine Verkehrsbelastung in der Ortsrandlage und eine enorme Landschaftszerstörung in Kauf genommen werden. Um diese Aspekte in das Verfahren zu bringen, sollten sich auch diejenigen am Verfahren beteiligen, die zukünftig von den Auswirkungen des Verkehrslärms betroffen sein werden.

Wir haben uns die Planunterlagen angeschaut. Aus unserer Sicht werfen auch die geänderten Planunterlagen Fragen auf, die im weiteren Verlauf des Planfeststellungsverfahrens klärungsbedürftig sind und einen erneuten Erörterungstermin erforderlich machen:

Wir wünschen uns eine sachliche Auseinandersetzung. Hierzu gehört aber, dass neben den Betroffenen in der Ortsdurchfahrt auch diejenigen gehört werden, die sich gegen die Zunahme des Lärms am Ortsrand, der Zerstörung des Naherholungsgebietes sowie der Landschaftszerstörung aussprechen. Laden Sie die Unterschriftenliste von unserer Homepage (www.junge-liste-bachgau.de) oder schreiben Sie Ihre Fragen und Bedenken als Einwendungen an die Gemeinde oder die Regierung.

 

Diese Information kann hier als Flugblatt zum Ausdrucken und Verteilen heruntergeladen werden.

Es gibt dazu auch eine Unterschriftenliste, die hier herunter geladen werden kann.

 

 

„Zügig“ nach Aschaffenburg statt Auto-matisch im Stau

 

- Junge Liste unterstützt Machbarkeitsstudie -

 

Das Ende eines Jahres bietet immer Gelegenheit, Bilanz zu ziehen, aber auch einen Blick nach vorne zu werfen. Wir möchten an dieser Stelle die wichtigsten Themen, die uns 2016 beschäftigten und uns auch weiterhin beschäftigen werden ins Blickfeld rücken.

 

Bachgaubahn: Auch wenn das Jahr 2016 eher von Absagen möglicher Partner zum Wiederaufbau unserer Bachgaubahn geprägt war, hält die Junge Liste an ihrem Plan fest, die alte Bahntrasse zur Entlastung der überfüllten Straßen nach Aschaffenburg verkehrstechnisch zu reaktivieren. Wir begrüßen die Einstellung der Haushaltsmittel für eine Machbarkeitsstudie und fordern die zeitnahe Beauftragung.

 

Stromnetzkauf: Nachdem Stromnetze inzwischen nicht mehr einfach "käuflich" sind, sondern europaweit ausgeschrieben werden müssten, begrüßt die Junge Liste, dass ab 2020 eine Beteiligung der Gemeinde und der Genossenschaft Bürgerenergie Bachgau am Stromnetz der E.ON angestrebt wird.

 

Flächenversiegelung: Nach wie vor sind wir gegen das Ausweisen großflächiger Neubaugebiete. Besser wäre es, erst vorhandene Baulücken in den älteren Baugebieten zu schließen und bei bestehenden Gewerbegebieten die Bebauungspläne an heutige Bedürfnisse anzupassen. Neben dem sehr guten Förderprogramm für den Erwerb von Häusern in den Altorten trägt auch der mittlerweile schon zweimal von der Jungen Liste organisierte Hofflohmarkt zur Belebung der Ortskerne bei. Am 6. August können Interessierte wieder durch die offenen Tore die Reize alter Anwesen erkunden.

 

Flächenverbrauch in Wald und Flur: Durch die fortschreitende Umwandlung von Wald- und Grünflächen in Bauland (auch in Schaafheim) und die zunehmende Einzäunung von Flächen sind die natürlichen Wildwechsel zwischen Ober- und Unterwald inzwischen fast vollkommen unterbunden. Vor 10 Jahren stand das Erhalten durchgehender Wildkorridore noch als wichtiger Punkt auf der Agenda der Gemeinde. Die JLB setzt sich weiterhin für den Erhalt dieser wichtigen natürlichen Verbindungen ein.

 

Stolpersteine: Nach anfänglichem Widerstand aus verschiedenen Richtungen wurde unser Antrag im Frühjahr diesen Jahres umgesetzt und durch den Künstler Gunter Demnig wurden „Stolpersteine“ für im Nationalsozialismus verschleppte und umgebrachte jüdische Bürger vor ihren letzten Wohnorten eingebaut.

 

Umgehungsstraße Pflaumheim: Sie rückte 2016 wieder in den Fokus: Im November fand in der Bachgauhalle ein zweiter Erörterungstermin statt. Seit dem letzten Termin vor 1 ½ Jahren war unserer Ansicht nach eine wesentliche Veränderung eingetreten: Die Ortsentlastungsstraße Mömlingen wurde in den Bundesverkehrswegeplan unter „vordringlicher Bedarf“ aufgenommen. Daraus ergeben sich für uns folgende Effekte: Der Verkehr aus Richtung Höchst wird vor Mömlingen auf die B 469 geleitet und die OD Mömlingen ggf. zurückgestuft und verkehrsberuhigt. Der Weg auf die A3 über die B 469 wird verkürzt. Damit wird das Durchfahren von Pflaumheim unattraktiver. Der Verkehr aus Richtung Mömlingen nimmt tendenziell ab. Schon aus der Verkehrszählung 2007 ging hervor, dass der Hauptverkehrsstrom aus Richtung Wenigumstadt, Mosbach, Radheim kommt.

Deshalb forderten wir im Erörterungstermin – vorgetragen durch Dr. Thomas Bechtloff und Artur Schnatz:
- Konzentration auf die Ableitung des Verkehrs aus Richtung Wenigumstadt
- Zurückstellen des landschaftsschädigenden und teuren Abschnitts Mömlingen bis
  Todeskurve
- Investition der freiwerdenden Mittel in eine tiefergelegte Trasse Todeskurve bis
 Großostheim

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