für Großostheimer bislang nicht besonders attraktiv: zu teuer und zu wenig Busse. „Schön wäre es schon, wenn es billiger wäre. Die Parkplatzsuche ist nervig, Parkhäuser auch nicht kostenlos“, hört man immer wieder im Ort. Seit Dezember ist das Busfahren in Aschaffenburg nun kostenlos. Nicht jedoch für die Großostheimer. Denn dies gilt nicht für Fahrten von außerhalb Aschaffenburgs nach Aschaffenburg. In diesem Fall fällt der volle Fahrpreis an, da auch die Ein-Euro-Fahrkarte innerhalb Großostheims in diesem Fall nicht greift. Bürger und Bürgerinnen von Großostheim profitieren also von der Neuregelung nicht.

Das will die JLB ändern und hat in der letzten Gemeinderatssitzung folgende Anträge gestellt:

(1.) die Kosten für den Busverkehr in Großostheim sowie nach und von Aschaffenburg an Samstagen durch die Marktgemeinde Großostheim übernommen werden,

(2.) die Linien 53 und 54 künftig samstags statt im Zweistundentakt stündlich fahren zu lassen, um eine attraktivere Verbindung zu ermöglichen und

(3.) hierfür die Mittel im Haushalt 2019 bereitzustellen.

Der Antrag wurde wie folgt begründet: Bei Anschluss an den kostenlosen Nahverkehr nach Aschaffenburg könnte der ÖPNV an Samstagen deutlich gestärkt werden. Bürger aus Großostheim und seinen Ortsteilen könnten zum Einkaufen oder für Ausflüge nach Aschaffenburg reisen, ohne ihr Auto nutzen zu müssen. Im Umkehrschluss könnten auch Geschäfte in Großostheim profitieren. Durch den verringerten Individualverkehr in Großostheim und den Ortsteilen würden zugleich die Lärm- und Schadstoffbelastung der Anwohner reduziert werden. Gleichzeitig könnte der kostenlose Busverkehr an Samstagen einen Anreiz zum Umsteigen auf den ÖPNV für Personen bieten, die bisher noch keine Erfahrungen mit dem ÖPNV gemacht haben. Auch eine Ausweitung des 1 Euro-Ortstickets Samstags bis zur Stadtgrenze wäre schon eine deutliche Attraktivitätssteigerung.